kitzVenture GmbH: Totalverlust mit Ansage

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Die kitzVenture GmbH um ihren Geschäftsführer Patrick Landrock ist schon ein lustiges Unternehmen. Die Meldungen um dubiose Geschäftspraktiken und Prellungen von Anlegern türmen sich gleich dem Turmbau zu Babel. Es ist immer wieder die gleiche Masche, wenn auch die Details variieren. Zuerst wird Geld eingesammelt und dann verschwinden die Betreiber. Oder sie verschwinden nicht und schieben Probleme vor. Am Ende des Tages ist es aber immer so: Das Geld der Anleger ist weg.

So auch die Anlegergelder, die in der Gesamtheit von rund 5 Millionen Euro in Minderheitsbeteiligungen fließen sollten. Als Nachrangdarlehen ausgewiesen, was schon hellhörig machen sollte. Investiert werden sollte in Facebook, Zalando, die Österreichische Post und viele mehr. Die Einlage sollte der kitzVenture GmbH nach mit 9,75 Prozent pro Jahr verzinst werden. Das der Zinssatz nicht nur Null sein, sondern auch die Einlage komplett im Eimer sein wird, erklärt Ihnen die kitzVenture selbst und schreibt auf ihrer Seite http://kitzventure.com:

„Das auf www.kitzventure.com/geldanlage bislang angebotene Venture-Loan-Investment ist ein qualifiziertes Nachrangdarlehn. Es ist eine unternehmerische Kapitalanlage mit Totalverlustrisiko und unterliegt keiner Einlagensicherung im Sinne des österreichischen Bankwesengesetzes (BWG). Die genauen Bedingungen, einschließlich Chancen und Risiken, für das Venture-Loan-Investment sind dem Kapitalmarktprospekt zu entnehmen, welcher jedem Anleger mit dem Investment-Vertrag zugeschickt wurde und dem Publikum in gedruckter Form am Sitz der Gesellschaft kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Die kitzVenture GmbH unterliegt nicht der Aufsicht der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA).“

Mit anderen Worten: Jeder Euro, den Sie an die kitzVenture GmbH überwiesen haben, ist weg. Bei Fragen zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie einen Clown oder Verrückten. Die werden Ihnen so frech ins Gesicht lachen wie die kitz-Macher.

Und tatsächlich liegen in unserer Redaktion haufenweise Berichte von Anlegern, die ihr Geld den Herrschaften anvertraut und danach keinen Cent mehr gesehen haben. Auch wenn es für die Anleger und im Einzelfall immer dramatisch ist, wenn das Ersparte weg ist. Man sollte sich nicht auf dubiose Abenteuer mit Finanzclowns einlassen. Schon gar nicht, wenn sie das Wörtchen „Abenteuer“ schon im Namen tragen. Zumindest die Staatsanwaltschaft Innsbruck, die derzeit ermittelt, findet das nicht witzig.

Die kitzVenture gehört zu 100 Prozent der „Markenmacher Media & Center GmbH“ und der „kitzTrust GmbH“. Chef bei der Markenmacher Media & Center GmbH ist Olaf Wittbrodt. Rechtsanwalt Dirk Lindberg steuert die Geschicke bei der kitzTrust GmbH. Bei der kitzTrust ist Wittbrodt zu 75 Prozent Gesellschafter. So verwaltet und steuert man sich irgendwie gegenseitig. Es sollen ja alle was davon haben. Nur die Anleger mal wieder nicht.

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